Historie

Historie

Gründung

Es war die Empfehlung des damaligen Wirtschaftsministers des Landes NRW – Wolfgang Clement – wirtschaftliches und bürgerliches Engagement in Dortmund zu bündeln, um der Politik den Weg für ein neues kulturelles Engagement in Sachen Planung und Realisierung des Konzerthaus Dortmund zu ebnen. Diese Idee wurde vom amtierenden IHK-Präsidenten Fritz Jaeger und Ulrich Andreas Vogt, dem Initiator des Konzerthaus Dortmund, der Philharmonie für Westfalen, aufgenommen. Sie konzipierten gemeinsam mit Hans Klüting an ihrer Seite und unter dem Patronat der IHK zu Dortmund die Kulturstiftung Dortmund.

Über 25 Jahre später schaut das Konzerthaus Dortmund nun auf eine beispielhafte Erfolgsgeschichte zurück. Darüber hinaus ist das ungebrochene Wirken der Kulturstiftung Dortmund – dank anhaltender Zustiftungen – in die Stadt hinein mit vielen weiteren Projekten sichtbar: Ausstellungen werden ermöglicht, Konzerte, Opern und Theaterproduktionen gefördert, Preise für herausragende künstlerische Lebenswerke verliehen, aber auch Förderpreise für unterstützungswürdigen jungen Nachwuchs vergeben.

Gründungsveranstaltung

Am 29.11.1992 füllt sich morgens das Opernhaus in Dortmund mit mehr als 1.160 Besuchern. Der Andrang war so groß, dass für viele Menschen nur noch eine Übertragung ins Foyer möglich war, um dabei zu sein. Die Dortmunder Wirtschaft unter dem Patronat der Industrie- und Handelskammer, das Dortmunder Bürgertum und viele kulturell interessierte Menschen, auch aus dem Umkreis von Dortmund, waren gekommen, um eine Idee zu realisieren und mit Leben zu erfüllen. Die Schirmherrschaft übernahm der damalige Wirtschaftsminister des Landes NRW, Wolfgang Clement, der insbesondere den politischen Willen zur kulturellen Veränderung in Dortmund unterstützte. So motiviert gab es vierzig Gründungsstifter, die für ihre Unternehmen stifteten und für die kommenden Jahre finanzielle Verpflichtungen übernahmen.

Damit war das vorrangige Ziel der neuen Stiftung erreicht, mit wirtschaftlichem und bürgerlichem Engagement den Grundstein für das längst notwendige Konzerthaus Dortmund zu legen. Denn es war das Ziel, dem Philharmonischen Orchester der Stadt Dortmund eine neue Heimat zu geben und ein Podium zu schaffen, auf dem die besten Orchester und Musiker der Welt sich gerne präsentieren würden. Aus diesem Grunde beendeten der legendäre Hans Wallat und die Philharmoniker den Gründungsakt mit Richard Wagners Siegfried-Idyll.

Warum die Kulturstiftung Dortmund?

Mit der Gründung der Kulturstiftung Dortmund wollten wir eine dauerhafte Einrichtung schaffen, die Kunst und Kultur in Dortmund fördert und ihnen auch außerhalb Dortmunds, möglichst international, einen besonderen Ruf verschafft. Angesichts schon damals angespannter öffentlicher Kassen beruht der Kern der Idee auf der Eigeninitiative, das Schöne, das Besondere zu suchen, zu gestalten und Wirklichkeit werden zu lassen. Die Kulturstiftung Dortmund als private Initiative war und ist ein Angebot der Wirtschaft und der Bürger, aus eigener Kraft und aus eigener Verantwortung die Stadt ein Stück mehr lebenswert und erlebenswert zu gestalten. Diese Idee hat vom Beginn der Überlegungen an breite Zustimmung und Unterstützung gefunden, wofür ich noch heute dankbar bin."

Fritz Jaeger (Ehrenvorsitzender)

Konzerthaus Dortmund

Das Konzerthaus Dortmund gehörte vom Start an zu den führenden Konzertsälen Europas. Nicht nur wegen der außerordentlichen und hochgelobten Akustik des Saals, sondern auch wegen der ungewöhnlichen Programmgestaltung, die breiteste Bevölkerungsschichten mit einbezogen hatte. Residence-Künstler, Kompositionsaufträge, Zirkus und Klassik, Christmas-Show und Orgelnacht, Dortmunder Philharmoniker, Liederabende, Kammermusik und New York Philharmonic-Orchestra - all das waren von Beginn an die Bestandteile einer erfolgreichen Programmgestaltung. Beim ersten Tag der offenen Tür kamen über 40.000 Menschen, um das neue Kulturangebot in Westfalen zu feiern.

Präsentation des Architektenentwurfs zum Baustart - Gurrelieder

5 Jahre nach Gründung der Kulturstiftung Dortmund hatten die Politik und die Initiative ProPhilharmonie bereits die Weichen stellen können. Örtlichkeit und Architektenentwurf waren entschieden und nun galt es, diese Ergebnis der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Die Kulturstiftung entschied sich, dies in einem spektakulären kulturellen Rahmen zu tun. Und so veranstaltete die Kulturstiftung die westdeutsche Erstaufführung von Arnold Schoenbergs "Gurrelieder". Ein symphonisches Spektakel mit über 160 Orchestermusikern und 260 Choristen und einem internationalen Solistenensemble, angeführt von Dietrich Fischer-Dieskau, Julia Varady, Hanna Schwarz und Thomas Moser.

Warum das Konzerthaus Dortmund?

Bis Ende des 20. Jahrhunderts verfügte das Ruhrgebiet sowie Westfalen über keinen Konzertsaal. Das städtische Orchester Dortmund bot über viele Jahrzehnte ein anspruchsvolles Konzertprogramm in Schulaulen, in den Westfalenhallen oder von der Opernbühne aus an. Wegen der fehlenden akustischen Voraussetzungen war die Region auch nicht für die bedeutendsten Orchester und Künstler der Welt von Interesse. Ein geeignetes Konzerthaus, als Philharmonie für Westfalen, konnte somit nur zu einem einmaligen Erfolg in dieser Region führen, der bis heute ungebrochen anhält."

Ulrich Andreas Vogt (Vorstand)

Allgemeine kulturelle Förderung

Die Begleitung der Konzerthaus-Gründung und die Finanzierung der mächtigen Klais-Orgel waren in den ersten Jahren große Herausforderungen für die Arbeit der Kulturstiftung Dortmund. Von Anfang an hat sie sich aber auch der Förderung anderer wichtiger kultureller Veranstaltungen und Einrichtungen in Dortmund gewidmet – getreu dem Satzungsauftrag, Kunst und Kultur in Dortmund umfassend zu fördern. Die Durchführung von öffentlichen Kunstausstellungen sowie von Musik- und Theateraufführungen, der Ankauf von Kunstwerken, die Herausgabe von künstlerischen und kulturellen Publikationen, die Förderung des künstlerischen Nachwuchses – der Bedarf an finanzieller Unterstützung war und ist hoch. Gemeinsam mit einem fachkundigen Vergabeausschuss hat die Kulturstiftung Dortmund bislang über 250 Projekte zur Förderung mit insgesamt über vier Millionen Euro ausgewählt und so zur Vielfalt des kulturellen Lebens in Dortmund beigetragen.

Warum Allgemeine kulturelle Förderung?

Kultur hat sich für Wirtschaftsregionen zu einem bedeutenden Standortfaktor entwickelt. Das kulturelle Angebot entscheidet mit über die Qualität eines Standorts und schafft Bindung und Attraktivität. Als (Bürger)-Initiative der Wirtschaft hat die Kulturstiftung Dortmund in diesem Sinne Standortförderung geleistet. Sie hat zu einem anspruchsvollen internationalen Kulturangebot in Dortmund beigetragen sowie regionale Entwicklungen und Potenziale gefördert. Dieses private Engagement ist aktuell wichtiger denn je, denn die finanziellen Rahmenbedingungen einer öffentlichen Kulturförderung sind heute und auf absehbare Zeit alles andere als günstig."

Hans-Dieter Michalski (Vorstandsvorsitzender)

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